Der Fernleitungsnetzbetreiber Nowega hat im Rahmen des Projekts Get H2 damit begonnen, einen Leitungsabschnitt einer ehemaligen Erdgaspipeline mit Wasserstoff zu befüllen. Am Rande der offiziellen Inbetriebnahme sprach Thorsten Czechanowsky mit Nowega-Geschäftsführer Frank Heunemann die Herausforderungen dabei und die weiteren Schritte.
energate: Herr Heunemann, zwischen Lingen und Bad Bentheim befüllen Sie einen ersten Leitungsabschnitt des zukünftigen Kernnetzes mit Wasserstoff. Was sind dabei die größten Herausforderungen?
Heunemann: Die organisatorischen Vorbereitungen. Wir sind im Prinzip mit einem ganz neuen Energieversorgungssystem gestartet. Dafür haben zu Beginn zum Beispiel noch Messsensoren und ein Regelwerk gefehlt. Für uns als Betreiber ist vor allen anderen Dingen wichtig, dass wir anhand vorhandener Regelwerke den sicheren Betrieb der Anlage gewährleisten können. Da war viel Vorarbeit notwendig. Die technische Umsetzung der konkreten Maßnahmen ist dagegen sehr vergleichbar mit dem, was wir im Erdgasbereich machen, nämlich Leitungen betreiben und dafür sorgen, dass die Energieversorgung funktioniert. [...]